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Allgemeine Blogbeiträge hatten wir ja nun schon… Gerne hätte ich jedoch auch mal einige Reaktionen auf technische Fragen. Ein Beispiel unter vielen anderen ist die Frage, warum in deutschen Härtereien das Abschrecköl doch sehr selten gefiltert wird.

Vier Gründe warum man das überdenken sollte:

1. Bessere Abschreckergebnisse

Mit sauberem Öl lässt sich nun einmal schneller und besser abschrecken als mit einer Ölpampe, die häufig an die Anlandung verklappter Ölrückstände an den Küsten der Meere erinnert. Fehlt nur nach das traurige Bild verklebter Vogelgefieder…. Vielleicht keine schlechte Idee, einen entsprechenden Aufkleber an jeden Ofen zu pappen, der nicht gefiltertes Abschrecköl erdulden muss…

Vorteil von sauberen Öl: Man muss das Ergebnis nicht berechnen, mit PP präsentieren oder Ähnliches, denn…

Man kann es SEHEN, und zwar sofort !!!

2. Nur Bares ist Wahres

Muss ich bei einer Verdoppelung der Lebensdauer von Abschrecköl noch irgendeine Rechnung aufstellen ?

Einkäufer feilschen bis aufs Blut, weil Lieferant A bei einem Lüfterflügel 10 € günstiger ist als Lieferant B.

Bei Abschrecköl ließe sich die Lebensdauer mehr als verdoppeln, wenn entsprechende Filtersysteme verbaut würden, aber verschmutztes Öl wird vielfach hingenommen, ohne auch nur einen Gedanken an das Einsparpotential zu verschwenden.

Bei allen Verhandlungen über Produktionssysteme ist der „Return-on-Investment“ eine Schlüsselfrage bei allen Einkäufen. Die Anschaffung eines Filtersystems amortisiert sich in „null-komma-nix“ und trotzdem sind bei vielen Anlagen in unserer Branche Filtersysteme nicht mal angedacht.

3. Schonung der Anlagen, Pumpen etc.

Ich bin immer wieder erstaunt zu sehen, dass die doch relativ teuren Öle solange „zu Tode“ verwendet werden, bis die Ölwanne vor Rückständen fast verkrustet ist.

Bei einem Fahrzeug ist es selbstverständlich, dass es Filter gibt, um die Schmutzpartikel von den wichtigen Aggregaten fern zu halten, um eine möglichst hohe Lebenserwartung z.B. des Motors zu erzielen. Und dabei wird mit dem Auto (außer von Herrn Vettel & Co.) noch nicht einmal Geld verdient…

Bei Motor- und Getriebeöl ist das selbstverständlich, bei Abschreckölen nicht.

Frage an Euch: Mag die Ölpumpe das? Hält sie länger?

 

Nicht nur, dass die Lebensdauer der Ölpumpe verlängert wird, auch die Waschanlage wird reichlich geschont, denn hier landet dann letztendlich der Ganze Schmonz. Was passiert, wenn dann auch das gewaschene Bauteil aussieht, als wenn es mit altem Frittenfett übergossen wurde?

Man macht sich Gedanken über noch aggressivere (und teurere…) Waschmittelzusätze…absurd! Siehe Überschrift „Nur Bares…“

Dies führt dann zwangsläufig (auch wenn Ihr es vielleicht schon nicht mehr hören könnt…) zum nächsten Vorteil

4. Umweltschonend

Jedem ist wohl klar, dass altes Öl besser zentriert in einem Filterbeutel aufgehoben ist als

  • Auf dem Bauteil,
  • In der Abschreckwanne
  • In der Pumpe
  • In der Waschanlage
  • Im Abwasser

Altöle sammeln und professionell entsorgen ist aktiver Umweltschutz !!!

Jetzt kommt wieder der Aufkleber ins Spiel…

Die Antworten sind einfach, aber leider stellt niemand in den Betrieben diese Fragen.

Bei der Anschaffung neuer Anlagen ist das Filtersystem die erste Streichposition.

Dabei ist das Abschrecken ja ein Kernprozess der Wärmebehandlung.

Woran liegt das? Wird dieses Thema in den Firmen diskutiert? Lasst mal hören, was dagegen spricht! Habt Ihr ähnliche Erfahrungen gemacht ?

Bin gespannt auf Eure Beiträge !

Eine arbeitsreiche Woche wünscht

 

Roland Caminades

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